Das erste empathie forum in diesem Jahr lockte unter dem Motto „Ihre Werbung auf 200 Quadratmeter“ rund 150 Besucher ins Erlebniskino CINEWORLD im Mainfrankenpark. Ein durchweg gelungener Abend der mit Würzburger Kinogeschichte anfing und mit einer „ganz heißen Nummer“ endete.
Nach kurzem „Get together“ und einer kleinen Stärkung, sammelten sich alle Besucher im Kinosaal 5. Hier begrüßte Fredy Groth, Inhaber der empathie agentur das Publikum. Mit einer besonderen Ehrung und den Worten „Wenn es einen Oskar für Unternehmer geben würde, hätte er ihn bestimmt erhalten", gab er ab an Lothar Michel, den Gastgeber des Abends und Geschäftsführer des CINEWORLD.
Unter dem Thema „Die Vorteile inhabergeführter Unternehmen“ erzählte der Cineast und Kinobetreiber der zweiten Generation von seiner Geschichte in der Würzburger Kinowelt, die 1949 bei seinen Eltern im „Corso" in der Innenstadt anfing. 1999 eröffnete das CINEWORLD außerhalb der Stadt im Mainfrankenpark. Damit bewieß Lothar Michel echten Mut zur Innovation. Und das zahlte sich aus: Bald darf der Visionär den 10 Mio. Kinobesucher begrüßen.
„Nur wir betreiben mit Herzblut Kino!"
Deutlich machte er, was sein Kino als Familienunternehmen im Vergleich zu Kinoketten auszeichnet mit den Worten: „Nur hier finden Sie Menschen, die mit Herzblut Kino betreiben!“ Dass die Zukunft auch an seinem Kino nicht vorüberzieht, veranschaulichte Lothar Michel mit einem Filmstreifen in der Hand: „So funktionierte die letzten 100 Jahre Kino." Nun ist das CINEWORLD im Begriff die letzten Projektoren „einzumotten", da neue Filme nur noch in digitaler Technik produziert werden. Am Ende konnten sich die Besucher zur Erinnerung an eine beendete Ära der Fimgeschichte einen 35 mm-Streifen mit nach Hause nehmen.
Nachdem Lothar Michel noch Zuschauerfragen beantwortet hatte, betraten die 5 Talkgäste zusammen mit Moderator Michael Beckhäuser die Bühne vor dem roten Vorhang. Als erstes ergriff die Veranstaltungsleiterin des CINEWORLD Ulli Heinlein das Wort. An sie als Ansprechpartnerin für Produktpräsentation und Kinosaalmietung, könne sich jeder wenden, der eine Veranstaltung plane und hierfür einen Kinosaal mieten möchte. Den klaren Vorteil zu Kongresszentren oder ähnlichem stellte sie mit den Worten „100% positiven Response und volle Aufmerksamkeit der Besucher" heraus.
Danach richtete sich Michael Beckhäuser mit der Frage für wen Kinowerbung sinnvoll sei an den Marketingexperten Fredy Groth. Generell „für jeden interessant“, liege das Erfolgsrezept jedoch in der Vorarbeit. „Eine gute Werbung verkauft über Emotionen“, weiß der Werbeunternehmer seit langem aus eigener Erfahrung. So müsse ein durchdachtes Konzept hinter der Werbung stehen, bevor diese ansprechend umgesetzt werden kann. Der Werber solle sich über seine Alleinstellungsmerkmale im Klaren sein. Fragen wie: Wer ist meine Zielgruppe? Was ist mein USP? Wo liegt das Budget? Was möchte ich erreichen? sollten im Vorfeld geklärt werden. „Darauf basierend entsteht dann die Konzeption für den Werbefilm“, erklärte der Werbeexperte. Generell erreiche man aber mit Kinowerbung mittlerweile „alle Altersklassen“.
Das Wort ging nun an die Fachleute der Umsetzung. Wie die funktioniert, erklärte Tanja Buck, Inhaberin von fachwerb – Agentur für Kino und Medien, in deren Aufgabenbereich die Schaltung und Einbuchung der Werbespots fällt, so: „Ich verteile die Arbeiten.“ Worauf Moderator Michael Beckhäuser entgegnete: „Ist ja wie zu Hause!" Das Publikum lachte.
Da die Rollenverteilung nun klar war, blieb Andreas Kömmerling, Medienproduzent der AHK-media, die Möglichkeit dem Publikum seine Rolle zu schildern, die keine geringere ist, als die gesamte Umsetzung: Dreh, Schnitt, Vertonung... „Der Kunde sieht dann den fertigen Spot.“ kommentierte der Produzent abschließend.
„Wir machen Filme um positive Emotionen zu wecken!“
Tanja Buck ergänzte: „Digitale Kinowerbung lässt sich durchaus sehr preiswert machen.“ Ein Spot könne schon ab 600 Euro produziert werden.
Abschließend kommentierte die Expertin ihre Aufgabe so: „Wir machen schöne Filme um positive Emotionen bei den Zuschauern zu wecken und Kaufanreize zu schaffen."
Darauf folgend wurde ein Beispielspot gezeigt, der den Zuschauern verdeutlichte, dass man auch für kleines Geld erfolgreich Kinowerbung produzieren und schalten kann. Der Ein-Mann-Unternehmer Elmar Rohrer, überzeugte durch seinen charmanten 20 Sekunden-Auftritt als „der schnelle Elmar". „Ein lokaler Spot muss nicht teuer sein um beim Publikum gut anzukommen.", stellte Lothar Michel fest.
„Der Spot kann auch bei Facebook oder Youtube eingesetzt werden.“
Das Wort ging nun wieder an den Werbeexperten Fredy Groth, der nun zu den Vor- und Nachteilen der Kinowerbung befragt wurde. Ein Kinospot eigne sich nicht im Aktionsbereich, unterstütze jedoch den Image- und Markenaufbau auf langfristige Sicht. Jedoch reiche sie alleine nicht aus, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen. Vielmehr muss der Eindruck aus der Kinowerbung durch andere Medien verstärkt werden.
„Enorm von Vorteil ist der Weiterverwertungsnutzen solcher Spots“, stellte der Medienexperte Fredy Groth heraus. „Der Werbespot kann weiterhin auf der eigenen Homepage, bei Facebook oder Youtube eingesetzt werden.“
Nun wendete sich der Moderator an das Publikum, das nun die Möglichkeit hatte die Expertenrunde zu befragen.
Zum Thema Schaltkosten, erklärte Tanja Buck, dass sich die Buchung eines 20 Sekunden-Spots in einem mittelgroßen Kinosaal über einen Monat mit knapp 100 Ausstrahlungen auf gut 300 Euro belaufen. Sie erklärte weiter, dass zudem eine flexible Einbuchung in einzelne Kinosäle möglich sei. Der Kunde könne seine Werbung zielgruppengenau schalten, indem er Sendezeit und sogar einzelne Filme exakt festlegt.
„Warum Kinowerbung?“
Eine abschließende Frage von Michael Beckhäuser richtete sich an alle Talkgäste: „Warum Kinowerbung?“ „Wir haben jede Woche sehenswerte gutbesuchte Filme.“, antwortete Lothar Michel. Man könne „mehr Emotionen wecken“ ergänzte Tanja Buck. Andreas Kömmerling stellte die ganz gezielte Kundenansprache bei hoher Aufmerksamkeit ohne Streuverluste als Vorteile heraus.
Danach wurden dem Publikum noch zwei überregionale 3D-Werbespots präsentiert, bei deren technischer Rafinesse man als Zuschauer nur staunte. Und wie immer kam das Beste zum Schluss: als Überraschungsfilm erwartete die Zuschauer „Eine ganz heiße Nummer“, der, obwohl „nur in 2D“, durch bayerische Witzigkeit bestach und die Besucher begeisterte
Die Empathiesanten bedanken sich an dieser Stelle nochmals herzlich bei Gastgeber Lothar Michel und dem gesamten Team des CINEWORLD Erlebniskino.
Nächstes empathie forum am Di. 22.05.12 im
Predia Sport & Gesundheitszentrum Würzburg.
Hier gelangen Sie zum Programm und Anmeldung.